Entscheider-Leitfaden für Immobilienmakler
Die 22 Fragen, die jeder Makler vor einer neuen Website stellen sollte
Eine Makler-Website ist mehr als ein digitales Exposé-Regal. Sie ist Vertriebsinfrastruktur, Leadquelle, Vertrauensanker und oft der erste Kontaktpunkt mit Eigentümern, Käufern und Investoren.
Abhängigkeit vermeiden
Prüfen Sie, ob Ihre Website auch dann weiterbetrieben werden kann, wenn Sie CRM, Agentur oder Anbieter wechseln.
Datenhoheit sichern
Klären Sie Datenflüsse, Exportmöglichkeiten, Drittanbieter, Cloud-Dienste und Verantwortlichkeiten vor der Beauftragung.
Zusagen messbar machen
Verfügbarkeit, Barrierefreiheit, Integrationen, Exit und Wachstumskosten sollten schriftlich geregelt werden.
Warum diese Fragen wichtig sind
Viele Website-Angebote sehen auf den ersten Blick ähnlich aus: modernes Design, schneller Start, Immobilienimport, Formulare und Hosting. Für Entscheider zählt aber, was nach dem Launch passiert: Können Sie wachsen? Können Sie wechseln? Bleiben Daten, Website-Struktur und Suchmaschinenwert erhalten? Und sind kritische Leistungen wirklich Vertragsbestandteil?
Die folgenden Fragen helfen, Angebote nicht nur nach Preis und Optik zu vergleichen, sondern nach Kontrolle, Betriebssicherheit, Datenschutz, Integrationsfähigkeit und langfristigem Risiko.
Wann diese Fragen gestellt werden sollten
Die wichtigsten Punkte sollten nicht erst nach dem Launch auffallen. Nutzen Sie die Fragen entlang des gesamten Entscheidungsprozesses.
Vor der Anbieterrecherche
Definieren Sie, welche Rolle die Website im Vertrieb spielen soll: Schaukasten, Leadmaschine, Recruiting-Plattform oder digitale Filiale.
Im Erstgespräch
Fragen Sie offen nach Abhängigkeiten, Datenflüssen, Betrieb, Integrationen und Grenzen des Pakets.
Bei der Angebotsprüfung
Vergleichen Sie nicht nur Monatspreis und Design, sondern Laufzeit, Wachstumskosten, Exit, SLA und Verantwortlichkeiten.
Vor der Unterschrift
Lassen Sie kritische Zusagen schriftlich aufnehmen und vereinbaren Sie klare Folgen bei Nichterfüllung.
Erfolgreich zur neuen Webseite
Die 22 Entscheiderfragen, die Sie kennen müssen
Nutzen Sie diese Fragen im Anbietertermin, bei der Angebotsprüfung oder als eigene Checkliste vor der Beauftragung.
Können wir die Website weiterbetreiben, wenn wir unser CRM wechseln?
Ist das CMS offen oder proprietär?
Wie hoch ist der Bus-Faktor der Softwareentwicklung?
Welche Website-Bestandteile erhalten wir bei Vertragsende?
Gibt es neben OpenImmo einen Rückkanal in unser CRM?
Welche Drittanbieter und Cloud-Dienste laufen auf der Website?
Wo werden Daten verarbeitet und wer kann darauf zugreifen?
Welche Verfügbarkeit ist schriftlich zugesichert?
Welche Kompensation gibt es bei Nichterfüllung?
Werden KI-Inhalte automatisch veröffentlicht oder freigegeben?
Welche Limits gelten für Seiten, Nutzer, Traffic, Importer und Standorte?
Welche Mindestlaufzeit gilt?
Was kostet Wachstum?
Was kostet der Exit?
Wer prüft Rechtstexte, Consent und Tracking?
Wie wird Barrierefreiheit geprüft?
Welche Zusagen werden Vertragsbestandteil?
Ist der Webseitenanbieter auf die Immobilienbranche spezialisiert?
Kann der Anbieter erfolgreiche Referenzprojekte und Kundenbeispiele nachweisen?
Ist der Anbieter Google-zertifiziert oder offizieller Google Partner?
Ist das System modular aufgebaut und jederzeit erweiterbar?
Kann der Anbieter individuelle Anpassungen an Arbeitsabläufe und Prozesse vornehmen?
So minimieren Sie Ihr Risiko vor Vertragsabschluss
Die wichtigste Regel: Verlassen Sie sich nicht auf freundliche Zusagen im Gespräch. Wenn etwas zu gut ist, um wahr zu sein, dann ist es meistens schlichtweg nicht wahr. Lassen Sie geschäftskritische Leistungen schriftlich fixieren und verbinden Sie sie mit klaren Folgen, falls sie nicht erfüllt werden.
1. Zusagen schriftlich geben lassen
Verfügbarkeit, Hostingstandort, Datenschutzleistungen, Barrierefreiheit, unterstützte CRMs, Exportmöglichkeiten, Reaktionszeiten und Wachstumskosten gehören in Angebot oder Vertrag.
2. Folgen bei Nichterfüllung regeln
Vereinbaren Sie Nachbesserungsfristen, Vertragsstrafen, Rücktrittsrechte oder Sonderkündigungsrechte für Leistungen, die für Ihre Arbeit wichtig sind.
3. Exit vor dem Einstieg klären
Klären Sie den vollständigen Exit-Prozess: Daten, Dateien, Fristen, Kosten, Mitwirkungspflichten, Domain, DNS, E-Mail, Tracking und Weiterleitungen.
4. Abnahmekriterien definieren
Legen Sie vorab fest, wann die Website als fertig gilt: mobile Darstellung, Formulare, Immobilienimport, Performance, Consent, Rechtstexte, Tracking, Barrierefreiheit und Monitoring.
Ob ein Versprechen Ihnen gegenüber ernst gemeint ist, erfahren Sie am einfachsten durch die Vereinbarung von Vertragsstrafen. Weigert sich Ihr Partner solch eine für eine „garantierte Leistung“ zu vereinbaren, sollten Sie skeptisch werden. Achten Sie bei der schriftlichen Fixierung auf klar definierte und von Ihnen nachprüfbare Kriterien, wann die Strafe greift.
Was eine gute Makler-Website leisten sollte
Eine gute Makler-Website sieht nicht nur professionell aus. Sie schafft Kontrolle, schützt Daten, unterstützt Vertrieb, passt zu den Arbeitsabläufen eines Maklerunternehmens und bleibt auch bei Wachstum oder Anbieterwechsel beherrschbar. Sie ist Ihre digitale Geschäftsstelle, die 24/7 für Sie und Ihre Kunden geöffnet hat.
Unabhängig
Sie bleibt unabhängig vom aktuellen CRM weiter nutzbar.
Übernehmbar
Sie basiert auf nachvollziehbaren, dokumentierten und übernehmbaren Strukturen.
Integriert
Sie bringt nicht nur Objekte auf die Website, sondern relevante Interaktionen und Informationen zurück in Ihr CRM.
Transparent
Sie verarbeitet Daten datenschutzbewusst und mit klar geregelten Verantwortlichkeiten.
Messbar
Sie macht Erfolge, Betrieb und Verfügbarkeit messbar.
Wachstumsfähig
Sie wächst mit Standorten, Kampagnen, Teams und Traffic, ohne zur Kostenfalle zu werden oder an Grenzen zu stoßen.
Branchennah
Sie berücksichtigt Immobilienexposés, Suchprofile, Eigentümerleads, Standortseiten, Bewertungen, Referenzen und typische Maklerprozesse.
Erweiterbar
Sie lässt sich modular um neue Standorte, Leistungen, Ratgeber, Landingpages, Bewertungstools, CRM-Funktionen und Automatisierungen ergänzen.
Prozessfähig
Sie unterstützt die konkreten Arbeitsabläufe Ihres Maklerunternehmens, statt Vertrieb und Service in starre Website-Standards zu pressen.
MeinImmoPortal: Die betreute WordPress-Plattform für Immobilienprofis
MeinImmoPortal ist für Makler gedacht, die ihre Website als langfristig kontrollierbare Infrastruktur betreiben wollen: unabhängig vom CRM, auf Basis von WordPress, mit deutschem Hosting, klarer Betriebszusage und einem Fokus auf Datenschutz, Portabilität und professionelle Weiterentwicklung.
Hinweis: Dieser Leitfaden ersetzt keine Rechtsberatung. Datenschutz, Vertragsgestaltung und Barrierefreiheit sollten bei Bedarf durch qualifizierte Fachberatung geprüft werden.
